Rückblick: Mountainbike Stoneman-Schmankerl :-)

Teilnehmer:             Rainer E. (Guide)                 Renate und Franz H.

                                   Chris St.                                 Andrea H. und Franz St.

                                   Franz Z. und Toni Z.             Traudi W.und Hannel.H.

 

1. Tag - 29. Juni 2013 (Sa.) :    5.30 h Treffpunkt bei Sturmi(Steinbachbrücke).

Die 10 Bikes werden in den neuen Ford Transit verladen und los geht die Reise.

7 Personen sitzen im VW-Bus von Chris und der Rest fährt im Ford fort !

(Salzburg – Werfen – Tauerntunnel- Lienz  bis ins Hochpustertal nach TOBLACH auf 1.250 m ins   „HOTEL HUBERTUSHOF“-  Fam. Baur ).

Toblach, wegen seines atemberaubenden Blickes auf die Drei Zinnen auch das Tor zu den Dolomiten genannt, liegt besonders nahe zu den berühmtesten Gipfeln der Dolomiten.

Nach flottem Einchecken  können wir total motiviert um 11.00 h die 1. Tour, die sich unser Guide Rainer ausgedacht hat, starten. Das Wetter passt, sonnig und aber noch kühl. Wir radeln in das Silvestertal entlang des Silvesterbaches, vorbei an zahlreichen Kühen auf der Straße bis zur Silvesteralm (1.800 m),  wo Rainer gleich seine 1. Reparatur (Bremsbackenerneuerung) durchführen muß. Wir verzehren unsere Jause stehenderweise, füllen unsere Wasserflaschen nach und weiter geht’s auf einer alten, sehr grobschottrigen Militärstraße, die sich bergwärts schlängelt. Wir passieren gelegentlich die grün lackierten STONEMAN-Markierungen und  aufgebauten „Steinernen Männchen“. Kurz vor dem Gipfel  liegen erste kleine Schneefelder, die wir gefahrlos überqueren können.  Die schnelle Truppe ist natürlich schon früher am MARKINKELE (2.545 m ) und wartet auf die restlichen Leute, die kraftschonend den letzten km ihre Bikes hochschieben. Auf der Anhöhe befinden wir uns direkt an der Grenze Italien/Österr. und wir sehen den ersten STONEMAN-CHECKPOINT an dem sich die Profis ihr Armband abstempeln können. Es ist ziemlich kalt, wir ziehen alles an was der Rucksack hergibt und schieben unsere Bikes über ein Schneefeld Richtung einer alten Militär-Stellung, worauf „Stoneman for Nepal“ zu lesen ist . Apere Stellen und kurze Schneepassagen wechseln sich immer wieder ab. Wir kommen noch an ein paar weiteren alten verlassenen Kriegsgebäuden vorbei und erreichen den 2. Grat-Gipfel „HOCHRAST“ (2.436 m). Wir befinden uns inmitten erhabener Bergwelt, zusammen mit unseren Bikes, die Hände umklammern die Lenker und weiter geht’s.

Auf einem relativ steilen Wanderweg geht es endlich talwärts, teilweise unfahrbar mit großen Felsbrocken und tiefen Ausschwemmungen. Viele kleine Gerinne und Sumpfstellen müssen wir überqueren. Nach 400 HM erreichen wir eine kleine Hütte wo sich die Gruppe wieder sammelt und wo eine schmale Schotterstraße beginnt.

Irgendwann kommen wir wieder auf komfortablen Asphalt  und gelangen in den Ort „Winnebach“. In der 1.Verpflegungsstelle „ Pizzeria Waldrast“ stillen wir unseren Hunger und erholen uns von den Strapazen. Wir können sogar draußen sitzen. Nebenan findet ein Fußballkleinfeldturnier statt. Die Wirtin bringt zum Abschied  ein Tablett mit 10 Gläschen Limoncello (Zitronenlikör). Gestärkt fahren wir mit Gegenwind noch 12 km über Innichen zurück nach Toblach. Um 18.45 h erreichen wir unser Hotel. Die Bikes kommen in den Schistall. Einige von uns  wollen noch mehr schwitzen und verschwinden im hoteleigenen Saunabereich. Schließlich treffen wir uns alle im Restaurant mit frischer Erinnerung in unseren Köpfen was wir heute alles mit eigener Muskelkraft geschafft haben und  lassen den Abend gemütlich ausklingen.

 

Tagesleistung: 1.500 HM, 50 KM

Motto des Tages:  „Was die Berge ausstrahlen, wird von euch zurückstrahlen „

                                  (Spruch von Roland Stauder )

 

 

 

2.Tag – 30. Juni 2013 (So.) :       7.30 h Frühstück, 8.30 h Abfahrt,

Wetter sonnig ( Zorni rückt mit seiner kurzer Lederhose aus).

Am schönen Drau-Radweg fahren wir nach Innichen, weiter über die  Ital/Österr.Grenze

bis  Sillian. Von dort geht es auf einer  gut ausgebauten Schotterstraße  aufwärts, entlang von schönen Aussichtspunkten und blau sowie violett blühenden Lupinien zur Leckfeldalmhütte (1.925 m).

Hannelore erreicht als Letzte die Hütte und will sich heute nicht mehr höhenmetermäßig schinden. Sie kehrt bei der Hütte längere Zeit ein, radelt gemütlich zurück nach Toblach und erkundet nachmittags den Radweg zum Toblachersee, insgesamt kommen bei ihr aber auch  70 gefahrene km zusammen.

 

Die anderen 9 Biker setzen die von Rainer geplante Tour zur Sillianerhütte (2.447 m ) fort. Ein steiler schlechter Karrenweg führt hinauf, nur Christian kennt keine Gnade mit seiner Wade und  fährt  als Einziger diese Strecke durch. Die Sillianerhütte ist eine gut geführte AV-Hütte und die Gruppe kehrt ein. Am Weg nach der Hütte beginnt der Schnee und entlang unterm Grat werden die Schneefelder immer größer. Nach Absprache mit der Frontgruppe schlagen schließlich 5 Personen (Renate, Franz, Sturmi, Andrea und Toni) den Rückweg zur Sillianerhütte ein und vom Leckfeldsattel auf der Ital. Seite führt sie ein Trail zur Lärchenhütte (1.830 m) mit Abfahrt ins östlichste Tal Südtirols nach Sexten und zurück nach Toblach, Ankunft im Hotel ca.18.00 h.

 

Die Frontgruppe (Rainer, Chris, Zorni und Traudi)  kämpfen  sich auf dem Stonemantrail bzw. auf der  Demut-Passage trotz Schnee weiter und erreichen den nächsten Stoneman-Checkpoint auf dem  Passo Silvella (2.329 m ). Abstieg bzw. Abfahrt wird ebenfalls auf der Originalstrecke über die Alpe-Nemes-Hütte, Moos,  nach Sexten absolviert. Die harte Truppe kommt mit nassen Schuhen und kleinen Kratzern heil in  das sonnige Tal bzw. gegen 19.00 h ins Hotel, gerade noch rechtzeitig, um etwas vom Haus-Aperitif (Drinks und leckere Häppchen) zu erwischen.

 

Um 20.00 h schnabulieren wir vollzählig das vorreservierte Leckerbissen-Dinnermenü und in der Hotellounge wird abschließend in innerer Demut mit einigen Gläschen Rotwein/Grappa auf den erlebnisreichen Tag angestoßen.

 

Motto des Tages:                                                                        

ZACH  (Hannelore)                                                                    

ZACHER (Renate, Andrea, Toni, Franz I und Franz II)    1.600 HM, 60 km

AM ZACHERSTEN  (Chris, Rainer, Zorni und Traudi)     1.850 HM, 70 km

Tagesleistung: 1.000 HM, 70 km

 

 

 

 

3. Tag – 1. Juli 2013 (Mo.)     7.30 h Frühstück, aus-checken (Gepäck kommt in den Kofferraum)  8.30 h Start

Auf dem schönen Südtirol-Radweg „Dolomiti Superbike“  stampeln wir zum Toblacher-See, von dort weiter auf einem Trail bis zu einem Kriegerfriedhof (1.260 Soldaten verschiedener Nationen aus dem 1. Weltkrieg sind dort begraben, hauptsächlich umgekommen wegen Steinschlag, Lawinen und Erfrierungen).

Der Radweg führt uns weiter zum „3-Zinnen-Blick“ , zum Dürrensee und nach Schluderbach. Auf einer angenehm ansteigenden Forststraße, teilweise sogar mit Asphalt,  fahren alle  durch bis zur  Dürrensteinhütte ( 2.040 m).

Dort tummeln sich viele Wanderer.

Nach kurzer Rast geht es rauf zum Heimkehrerkreuz bzw. zum Strudelkopf (2.307 m ).

Dieser Anstieg wird von unserem Topmann Christian  wieder bravourös, ohne Absteigen, geschafft. Der Rest der Biker schiebt Teilstücke, der eine mehr, die andere noch mehr !

Der Strudelkopf scheint auch ein beliebtes Wanderziel zu sein weil viele Bergwanderer ebenfalls zu Fuß hochstreben.

Wir kommen alle glücklich zum Gipfel und Christian schießt mit seinem bewährten kleinen Stativ ein gemeinsames Gipfelfoto mit den Drei Zinnen im Hintergrund. Es ist nicht wirklich kalt, aber etwas windig. Alle sind happy, den Gipfel am 3.Tag so gut gemeistert zu haben. Wir ergötzen uns an der spektakulären Landschaft mit den imposanten Gipfeln der Sextener Dolomiten in alle Richtungen.

Jetzt kommt die zügige Rückfahrt zur Dürrensteinhütte. Der Weg ist so passabel, dass die Abfahrt  von allen durchgefahren werden kann. Auf einer breiten, festen Schotterstraße geht es weiter runter zur Plätzwiese und  Altpragerstal. Schließlich erscheint ein großer  Parkplatz (daher die vielen Wanderer)  mit einer Baustellenampel und nachdem wir grünes Licht erhalten rauschen wir auf herrlichem Asphalt  genussvoll hinunter bis Schmieden. Unsere 3 wilden Hunde (Christian, Rainer und Zorni) wählen Teilstücke auf der direkten alten Schotterstraße zur Abfahrt  und toben  sich am letzten Tag downhillmäßig noch einmal richtig aus.  Im Ort Schmieden setzen wir uns im „Tuscherhof“  in den Gastgarten und genießen das Essen, die Sonne und die Erdbeertorte.

Als wir wieder aufbrechen wollen hat Rainer´s Bike hinten einen Paaaatschen (anscheinend war seine letzte Abfahrt zuuu wild für seinen Reifen ). Seine 2. Reparatur (Schlauchwechsel) wird rasch erledigt. Als wir im Hotel ankommen war bei Rainer’s Hinterreifen  wieder die Luft raus ! Naja, eine 3. Reparatur wird zu Hause fällig.

 

Tagesleistung: 1.200 HM, 50 km

 

 

Die Räder werden eingeladen, wir waschen uns notdürftig in der Hoteltoilette, ziehen uns am Parkplatz bequeme Sachen an und fahren um 16.00 h vom Hotel ab.

(über Lienz - Kärnten – Salzburg) und kommen ca. 20.00 h müde, aber mit herrlichen MTB-Eindrücken im Sauzipf an.

 

Unsere  10 MTB-Sportler haben bestens harmoniert, wir hatten  viel Spaß miteinander  und unsere, von Rainer ausgewählten, schweißtreibenden, höchst erlebnisreichen MTB-Touren in den Sextner Dolomiten waren einfach phänomenal. Jeder von uns hat seine eigenen unvergesslichen Highlights und Erinnerungen an das gemeinsame Stoneman-Abenteuer mit nach Hause genommen.

 

Danke an Rainer für seine Tourenführung und umsichtige Organisation (inkl. Terminisierung). Wir als Hobbysportler haben durch diese Tourenauswahl  eine kleine Ahnung bekommen, was es wirklich heißt, alle 5 Checkpoints des Original-Stoneman-Trails (120 km / 4.000 HM in einem Tag zu meistern.

Danke an Chris fürs Fotografieren und für die Begleitung.

Danke an den Wettergott, dass er uns immer trocken unterwegs sein ließ.

 

Motto der Tour:  Bewegung und tiefe Gefühle im Einklang mit der Natur

                    - kaum zu toppen !  (teilweise ebenfalls von Roland Stauder)

 

 

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